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Suchst du noch? - Wie ist das mit der Auferstehung?

Suchst du noch? - Wie ist das mit der Auferstehung?

Das Frühjahr ruft einem zu: „Hallo, aufwachen! Das Leben ist da!“ Ostern schreibt es mir in den Sinn: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ O.k., klingt gut! Aber ist das auch eine angemessene Note für einen sterblichen Menschen, für einen schwer kranken Menschen, für eine Welt mit Krieg,  Zerstörung, Vertreibung?
Ich versuche beides zu verbinden: „Aufwachen! Sucht den Lebenden nicht bei den Toten.“ Aber wo bitteschön soll ich ihn dann suchen, wenn nicht hier? Beim Weiterlesen der biblischen Ostergeschichte sehe ich: Das Suchen offenbart die Leere. Doch plötzlich zeigt sich der Lebende den Sterblichen. Was ist das für eine geniale Begegnung? Schon allein der Gedanke daran erzeugt ein Kribbeln im Bauch, weckt Sinne samt Verstand und lässt das Herz höher schlagen.
Kurz zurück: Die Ansage macht ratlos, denn wir können gar nicht anders, als „bei den Toten“ zu suchen. Wir sind auf unsere vergängliche Welt begrenzt und können nicht aus unserer Haut! Das Leben ist voller Kompromisse, oft genug sind sie faul und halten nicht lange. So bleibt die Sehnsucht nach Bleibendem.
„Was sucht ihr …?“
Ja, was eigentlich suche ich? Wonach strebe ich? Verlässlichkeit? Stabilität? Sicherheit? Ich suche permanent. Und steigere das Tempo. Ich suche alles Mögliche. Und finde … das leere Grab!
Das Suchen führt ins Leere
Das Streben ist von Vergänglichkeit gezeichnet. „Na immerhin!“ könnte man sich zufrieden geben. „Das Grab ist leer. Die Luft ist rein.“ Aber Jesus, der Lebende, gibt sich nicht zufrieden, er sucht die Vergänglichen auf. Er ist ein paar Schritte voraus. Er holt mich ein und holt mich heim. Schon der Gedanke an diese geniale Begegnung verändert etwas in mir. „Der Lebende ist nicht bei den Toten“ – aber er kommt zu den Vergänglichen, weckt Kraft und Leben, lässt Mut und Frühlingsgefühle sprießen.
Sucht ihr noch oder habt ihrs aufgegeben?
Sucht ihr etwa auch diese Begegnung mit dem Lebenden? Ja, lasst uns eine Bewegung in Gang bringen, lasst uns eine Suchbewegung anregen, in unseren Veranstaltungen und Gottesdiensten, lasst uns nach dem Lebendigen Ausschau halten, damit wir ihn nicht übersehen und überhören, wenn er sich in den
Weg stellt. Lasst uns nicht aufgeben bei der Suche nach dem Leben, trotz der Quertreiber und Bremser, trotz der Bedenkenträger und Ratschläger, die die Suche belächeln, trotz der Ereignisse, die das Aufgeben begründen. Lasst uns nicht aufgeben, obwohl viele es besser wissen, besser meinen oder besser machen.
Aber das Leben ist nicht klein zu kriegen. Und es lohnt, nach-Gott-Suchende zu bleiben und gefunden zu werden von Jesus, dem Lebendigen, der „nicht bei den Toten“ ist, dafür uns immer schon ein paar Schritte voraus ist und uns ganz überraschend einholt.

Manfred Zoll

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  • Voll leer
    zarter Hauch und wundersames Erwachen
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    Die entspannte Verbindung von Frühjahrsputz und Glaubensbildung
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    Wir sind deine Kirche Unterwegs …