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Begleitung im Gebet

Neuer Gebetsrundbrief erschienen
Begleitung im Gebet

Liebe Leserinnen und Leser,

„Die Angst ist die Waffe,“ sagte Florence Gaub am 22.3.22 in einer Talkshow. Die Angst ist die Waffe. Die einschüchternde, die vernichtende, die schreckliche und erschreckende. Und viele beherrschen das Spiel mit der Angst hervorragend und nutzen es im Übermaß. Und jetzt nimmt die Angst den frei gewordenen Raum ein. Und man jagt gezielt mit der Waffe der Angst die Menschen vor sich her, treibt sie in die Ecke, in die Enge. Kriegstreiber agieren mit der Waffe der Angst. Weltweit. Und sehr erfolgreich. Schon immer. Oft wird sie als Vorbote von Gewalt und Krieg eingesetzt. Auch in den kleinen alltäglichen Konflikten, ganz subtil mit unterschwelligen Drohungen: „Es wird alles immer schlimmer.“ „Wenn du nicht …, dann passiert …“ Die fromme Waffe der Angst ist die Drohung mit der Sünde und Bestrafung durch Gott.

Angst schüchtert ein, erzeugt das Gefühl der Ohnmacht – man wird handlungsunfähig. Die Angst versucht, den Willen zum Leben, den Mut, die Liebe und Hoffnung zu brechen. Nein, lasst Euch nicht brechen, lasst Euch von der Waffe der Angst nicht einschüchtern. Jesus macht eine klare Ansage: „Es ist vollbracht!“ diese Liebe, die an Karfreitag, am Kreuz zum Ziel kam, ist stärker als die Angst. Es war schrecklich, was Jesus erlitt, schrecklich wie jedes Leiden und Leid.

Aber die Liebe ruft: „Aufstehen!“ „Auferstehen!“ Sie führt ins Leben. Die Liebe Gottes wandelt die Angst. Sie tut sie nicht ab. Sie lächelt sie nicht schön. Aber sie weist sie zurück und hebt sie auf. „Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz; Gottes vollkommene Liebe vertreibt die Angst.“ (1. Johannesbrief 4,18, NGÜ). Wo die Liebe regiert, wird die Waffe der Angst stumpf und hat ausgedient.

Darum: Gebt der Liebe Raum! Schafft Platz für die Liebe Gottes, die ins Leben drängt, in ein neues Leben hinein verändert. Und sich dieser vernichtenden Waffe der Angst widersetzt, sei austreibt. Traut der Liebe. Lasst Euch von der Liebe Gottes an die Hand nehmen, die Euch ins Leben führt. Und die zu dem führt, der gesagt hat: „In der Welt habt ihr Enge, Bedrängnis, Unterdrückung – Angst. Aber ich tröste Euch: ich habe diese Enge überwunden.“ (Joh 16,33). Die Waffe ist die Angst der Kriegstreiber. Sie lähmt. Die Liebe tut nicht so, als gäbe es keine Angst; aber sie treibt die Angst aus, ermutigt und macht handlungsfähig.

Diese Handlungsfähigkeit möchten wir mit Ihnen und Euch teilen: Bei Veranstaltungen, Begegnungen, digital oder analog, in Texten und Gebeten. Und es ist gut, zusammenzuhalten in der Wahrnehmung, in Gedanken und Gebeten. Danke, dass wir mit Euch unsere Termine teilen dürfen, die der Liebe Gottes in ganz vielfältiger und unterschiedlicher Weise Ausdruck geben wollen. Immer geht es um Menschen mit ihren Fragen, Sorgen – Ängsten. Damit möchten wir sorgsam umgehen und sie der Liebe Gottes anvertrauen, die uns zuspricht: Aufstehen, auferstehen, leben! Wir möchten von Gott reden, auch wenn wir manchmal nicht wissen, wo uns der Kopf steht oder man schlicht sprachlos ist. Wir wollen es versuchen, es üben und tun, in der Erwartung, dass seine Liebe die Angst vertreibt und den damit einhergehenden Schrecken – und dass sie den Mund und die Herzen öffnet: Aufstehen und leben.

Danke für alle Unterstützung – Ihnen und Euch eine gute, behütete und gesegnete Zeit!

Herzliche Grüße – Manfred Zoll

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