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Ich habe einen Traum

Zum Thema und den Personen:

Martin Luther King, ein schwarzer Baptistenpastor, kämpft nach dem 2. Weltkrieg für die Rechte der schwarzen Bevölkerung der USA. Sein Kampf gegen die Ungerechtigkeit ist gerecht. Sein Mittel ist der Frieden. Der Gewaltlose fällt der Gewalt zum Opfer - eben nicht seiner Überzeugung. Weil Gott Frieden geschlossen hat, deshalb können und müssen die Menschen Frieden leben. Davon ist er zutieft überzeugt; das ist seine Kraftquelle.

Diese Geschichten sind dran:

  1. Martin Luther King: Busstreik in Montgomery Teil 1 (Gal. 3,28)
  2. Martin Luther King: Busstreik in Montgomery Teil 2
  3. Heißes Frühjahr: Demonstrationen in Birmingham - schmerzliche Einblicke
    (Ps. 69,4)
  4. I have a dream - Demonstration in Washington
  5. Familiengottesdienst: Szenen, Worte und Impulse aus Martin Luther Kings Leben.
Frau Augenblick ist die Rahmenperson dieser Geschichten um Martin Luther King. Als leidenschaftliche Fotografin beschäftigt sie sich mit Bildern, besonders mit Menschenbildern. Sie blickt den Menschen in die Augen und sieht ihre Sehnsüchte, ihre Träume, ihre Trauer, ihre Angst, ihre Wut. Frau Augenblick könnte eine verbindende Person darstellen, die die Geschichten anmoderiert oder erzählt. Diese Arbeitshilfe lässt sich auf einfach Weise auf ein dreitägiges Programm kürzen!

Leseprobe (3. Tag) Das bessere Eis:

 

Moderator:
Das ist aber sehr gemein. Nicht mal vor Kinder hatten die Respekt?

Frau Augenklick:
Weil sie sagten: das sind doch bloß schwarze Kinder.

Moderator:
Das ist sehr gemein. Wir Menschen sind doch alle Gottes Kinder: ob schwarz ob weiß, ob dick ob dünn, ob groß ob klein - das macht doch keinen Unterschied?

Frau Augenklick:
Hör zu, bevor du dich noch weiter aufregst: Die Regierung in der Hauptstadt Washington, das ist dort wo alles bestimmt wird, fand das auch nicht gut.

Moderator:
Zum Glück! Frau Augenklick: Und der Präsident sagte: der Polizeichef dort in der Stadt, wo die schrecklichen Dinge passiert sind, der Polizeichef soll verschwinden. Und das geschah dann auch.

Moderator:
Wurde es dann für die schwarzen Menschen besser?

Frau Augenklick:
Ja, ganz langsam gab es Fortschritte. Es wurden einige Gesetze geändert; ganz langsam.

Moderator:
Na immerhin.

Frau Augenklick:
Paß auf, ich hab da noch eine kleine Geschichte, die wäre eigentlich ganz witzig, wenn sie nicht so ernst wäre. Sie heißt: "Das kältere Eis" Manche Leute sind Narren. Das glaubst Du nicht? Dann paß mal auf:

Da war einmal ein Mensch mit schwarzer Hautfarbe in einer kleinen Stadt in den USA. Der Mann verkaufte Eis. Alle Leute im Ort, ob schwarz oder weiß, kauften bei ihm. Das war keine Frage. Denn der Mann war freundlich und sein Eis schmeckte wirklich sehr gut. Ein weißer Mann beobachtete das und er wurde neidisch. Dann sagte er sich: "Was der Neger da kann, kann ich schon lange! Ich mache eine Eisbude auf und verkaufe Eis."
Gesagt, getan. Bald schon eröffnete der weiße Mann ein Eisgeschäft. Sein Preise waren zwar höher als die des Schwarzen - aber er war ja weiß und deshalb was Besseres, meinte er. Sein Eis war auch nicht so gut wie die des schwarzen Eishändlers. Aber trotzdem: von nun an kauften alle Weißen bei dem weißen Eishändler.
Einmal traf ein kleiner farbiger Junge einen kleinen weißen Jungen. Sie besaßen beide zehn Cent und wollten sich dafür ein Eis kaufen. "Ich geh' zu dem schwarzen Eisverkäufer, da bekomme ich für zehn Cent zwei große leckere Kugeln Eis. Bei dem weißen Eishändler gibt es nur eine Kugel für zehn Cent," sagte der farbige Junge.
"Schon möglich", meinte der kleine weiße Junge, "aber ich gehe trotzdem zu dem weißen Eishändler. Meine Mutter hat gesagt, sein Eis ist viel kälter als das des schwarzen Eisverkäufers!"

 

 

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71554 Weissach im Tal

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Mitarbeiter:
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