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Manege frei für Nachwuchsartisten

27. Februar 2018- 27. März 2018
Manege frei für Nachwuchsartisten

Girlanden, Trapez, Jonglierstäbe und 50 gespannte Kinder – das Gemeindehaus in Hessigheim hat sich nun in ein Zirkuszelt verwandelt.
HESSIGHEIM - VON SINA ALONSO GARCIA

Veranstaltet wurde der christliche Zirkus am Dienstagnachmittag von der evangelischen Kirchengemeinde Hessigheim in Kooperation mit „Kirche unterwegs“. „Beim Zirkus Talentino geht es nicht nur um die Talente an sich, sondern um den, der uns die Talente gegeben hat – Gott“, erklärte Artist Artur, der von Bettina Braun gespielt wurde. Artist Artur führte die Erst- bis Siebtklässler durch den Tag. Er nahm sie direkt mit ins Geschehen. Schon zu Beginn wurde gemeinsam gesungen. „Einfach genial, dass es dich gibt“ klang es mehrstimmig durchs Gemeindehaus, während Artur den Gesang am Klavier begleitete. Bevor der Zirkus so richtig begann, gab es ein kurzweiliges Theater. Die jungen Zuschauer lauschten aufmerksam, wie Artur seiner Freundin Anna (Annica Braun) eine Geschichte aus der Bibel erzählte – eine Szene aus dem Lukasevangelium, schauspielerisch umgesetzt von Mitarbeitern der Kirchengemeinde. Die Erzählung nutzte Artur als Überleitung, um die Kinder zu ermutigen, Gott in ihr Schaffen mit aufzunehmen und an ihre eigenen Stärken zu glauben.

Dann begannen im Zirkus Talentino endlich die Proben für den großen Auftritt am Abend. An sechs verschiedenen Stationen wurde geübt, was das Zeug hielt. Die geräumigen Zimmer des Gemeindehauses wurden zur großen
Schaubühne. Quietschbunte Teller, Diabolos und Jongliertücher wirbelten durch die Luft. Anderswo wurden Zaubertricks, Pyramiden und waghalsige Drahtseilakte einstudiert. Sogar den Gang des Fakirs auf Nagelbrett und Scherben konnten die kleinen Gaukler erlernen. Die positive Energie, die entsteht, wenn Menschen etwas gemeinsam auf die Beine stellen, war deutlich spürbar. Die jungen Artisten hatten viel Raum für die Entfaltung eigener Ideen. So auch der elfjährige Martin, dem spontan ein Kartentrick einfiel.

Nach der Einübung der Kunststücke gab es eine kurze Stärkung, bevor es noch mal in die intensive Probephase ging. Am späten Nachmittag hieß es dann: Manege frei! Die Eltern der Teilnehmer strömten voller Neugier ins Gemeindehaus. Das Licht im Saal ging aus, die Musik wurde lauter und die Scheinwerfer waren einzig und allein aufs Trapez gerichtet. Bei den Zuschauern stieg die Spannung. Die Nebelmaschine verströmte ein Gefühl von echtem Showbusiness. Der achtjährige Frieder balancierte mutig und vollkommen konzentriert über das Seil. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Kirchengemeinde, Salome Strasser und Anne Spahr, hatten mit ihm in kürzester Zeit eine akrobatische Choreographie auf die Beine gestellt. Es folgte eine mitreißende Vorstellung – vom kühnen Besteigen einer Schwertkiste bis zur originellen Jongliernummer. Das Spektrum reichte von Einzel- bis
Gruppendarbietungen. Am Ende wurden die Künstler mit tosendem Applaus belohnt. Die zehnjährige Debora hat in der Jugendkirche vom Aktionstag erfahren und ihre Freundin Hanna mitgebracht. Beide waren vom Projekt begeistert. Jugendreferent Manuel Hamann betonte, dass gerade solche Zusammenkünfte die Möglichkeit bieten, junge Menschen auf die Kinder- und Jugendkirche am Ort aufmerksam zu machen und dass Kirche eben „nicht immer nur langweilig ist“.

Presseschau aus der Ludwigsburger Kreizeitung, Regionalausgabe Neckar- und Enzbote, 15.2.18. Foto: Alfred Drossel

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